Nachdem Sie erfolgreich eine Leihmutter gefunden und einen Vertrag geschlossen haben, treten Sie in die nächste Phase des Leihmutterschaftsvorgangs ein. Es gibt hier viele Details, die beachtet werden müssen, medizinische Vorgänge, Schwangerschaftszeitlinie, Reisepläne, Geburtsplan und Erwartungen für die Zeit nach der Geburt.
TSE regelt die Vorgänge vorausschauend, schließt Partnerschaften mit den Kliniken, den Ärzten, dem Krankenhaus so wie mit Ihnen und Ihrer Leihmutter ab, um sicherzustellen, dass alles nach Ihrem Leihmutterschaftsplan geht. Mit der richtigen Unterstützung können die Schwangerschaft, die Geburt und die Tage, die dann folgen, frei von Sorgen und voller Freude sein.
Schwangerschaft, Geburtsplan & Beziehung nach der Geburt
Die zukünftigen Eltern sollten mit Ihrer Leihmutter, entweder direkt oder durch unsere Agentur, den Zeitplan für wichtige Momente während der Schwangerschaft besprechen. Sie können wählen, bei welchen Terminen Sie persönlich anwesend sein möchten (wenn überhaupt), Reisevorbereitungen treffen und besprechen, wie oft Sie während der Schwangerschaft und näher am Geburtstermin zu kommunizieren wünschen. Sie sollten während der Planungsphase offen und direkt über Ihre Erwartungen sprechen, aber auch offen für Änderungen sein. Ihre Gefühle können sich im Verlauf der Schwangerschaft ändern.
TSE wird Ihnen dabei helfen, alle Details zu koordinieren, damit Sie sich auf die wichtigen anliegenden Dinge konzentrieren können. Zusammen mit der Rechtsvertretung werden wir einen detaillierten Geburtsplan entwickeln, um alle Abläufe im Krankenhaus gemäß Ihren speziellen Erfordernissen und Wünschen zu koordinieren.
Ein detaillierter Geburtsplan ist unerlässlich, um ein Durcheinander im Krankenhaus auszuschließen. Darin ist festgelegt, welche Rechte die zukünftigen Eltern und andere Familienmitglieder während des Krankenhausaufenthaltes haben, wer bei der Geburt anwesend ist, was nach der Geburt passiert und was Ihre Leihmutter während Ihres Krankenhausaufenthaltes erwartet.
Was nach der Geburt passiert, wird oftmals in der Leihmutterschaftsbeziehung übersehen, aber es ist genauso wichtig für das Wohlbefinden aller Beteiligten. TSE glaubt, dass das ein Schlüsselelement ist und mit der Leihmutter und der Agentur besprochen werden sollte, ganz gleich, wie Sie Ihre Beziehung gegebenenfalls gestalten oder fortsetzen wollen.
Das medizinische Vorgehen
Ihre speziellen Umstände diktieren, welche medizinischen Vorgehensweisen für die Leihmutterschaft von Nöten sind. Ganz gleich wie, in jedem Fall handelt es sich um IVF, extrakorporale Befruchtung. Der Befruchtungsvorgang wird in qualifizierten Fruchtbarkeitskliniken mit fachlicher Kompetenz in der IVF und anderen damit verbundenen reproduktiven Technologien durchgeführt.
Der IVF Vorgang besteht aus mehreren Schritten. Die folgende Beschreibung stammt von RESOLVE: National Infertility Association.
Herbeiführen eines Eisprungs
Zur Stimulierung der Eiproduktion werden Hormone gegeben, die zur gleichen Zeit die Ovulation bis zur gewünschten Zeit verhindern. Die Ärzte verfolgen den Östrogenspiegel über mehrere Tage und am Tag fünf wird ein vaginaler Ultraschall vorgenommen, um das Wachstum, die Größe und die Anzahl der sich entwickelnden Eierstockfollikel festzustellen.
Gewinnung von Eizellen
Das/die Ei/Eier wird/werden unter vaginalem Ultraschall aspiriert. Eine intravenöse Medikation wird während dieser relativ geringfügigen Prozedur benutzt, um die Frau schmerzfrei zu halten. Hier ist die richtige Zeitwahl entscheidend. Falls das Ei zu früh entnommen wird, kann es nicht befruchtet werden, ist es zu spät, kann das Ei bereits spontan gesprungen sein, oder es ist überreif.
Die Befruchtung der Eier und die Embryo-Kultur
Sobald das Ei / die Eier geerntet ist/sind, werden zwischen 50.000 und einer Million Spermatozoon mit den Eiern gemischt und für 14-18 Stunden inkubiert. Die befruchteten Eier (Embryos) werden dann in ein neues Nährmedium überführt. Der Embryologe sucht dann nach Embryos, die zwei Vorkerne haben und hiermit anzeigen, dass eine normale Befruchtung stattgefunden hat. Etwa 40 Stunden später werden die Embryos untersucht und beurteilt, wie sie sich entwickeln. Wenn sich die Embryos normal entwickeln, besucht die Leihmutter die Klinik und die Embryonen werden in ihren Uterus übertragen.
Die Vorbereitung des Endometriums
Damit der Zeitpunkt für den Embryotransfer optimal ist, muss die Uteruswand der Leihmutter, das Endometrium, bereit für die Implantation sein. Verschiedene Medikationen werden zur Erreichung dieses Ziels verabreicht. Am Anfang der Menstruation werden Antibabypillen genommen. Täglich werden Hormone injiziert, um die Hypophyse zu stimulieren und die Eierstockfunktion zu regulieren. Nach 8-12 Tagen erfolgt eine Menstruation.
Während bei der genetische Mutter die Einleitung der Ovulation beginnt, wird die Leihmutter auf Östrogen gesetzt, um das Wachstum des Endometriums zu stimulieren. Östrogen wird durch intramuskuläre Injektion verabreicht. Um die Reaktion auf das Östrogen zu beobachten, erfolgt ein vaginaler Ultraschall, bei dem die Dicke der Uteruswand gemessen wird. Am Tag bevor der genetischen Mutter die Eier entnommen werden, stoppt die Leihmutter die Medikation zur Stimulation der Hypophyse, setzt das Östrogen weiter fort und beginnt mit Progesteron, um das Endometrium für die Implantation vorzubereiten. Progesteron wird durch intramuskuläre Injektion verabreicht.
Embryo Transfer
Vor dem Transfer sind die Embryonen üblicherweise im Zwei- bis Acht-Zellstadium. Manche Kliniken lassen die Embryonen jetzt für 5 Tage bis zum Blastozystenstadium wachsen.
Die Embryos werden zusammen mit einer kleinen Menge des flüssigen Nährmediums, in dem sie gewachsen sind, in einen weichen Gummikatheter aufgesogen, der dann in die Vagina und durch die Zervix in den Uterus eingeführt wird. Die Embryos werden dann sanft aus dem Katheter ausgespült. Ultraschall kann benutzt werden, um dem Arzt bei der Platzierung der Embryonen im Uterus zu helfen. Es kann sein, dass die Frau gebeten wird, für mehrere Stunden mit tief gelagertem Kopf und erhöhten Füssen im Bett zu bleiben. Zwischen 4-6 Stunden nach dem Embryo-Transfer erfolgt die Entlassung. Täglich wird Progesteron gegeben, um die Chance zu maximieren, eine Implantation in einem guten Endometrium zu erreichen.
Zwei Wochen nach dem Embryo-Transfer wird ein Bluttest gemacht, um die Schwangerschaft zu bestätigen. Wenn eine Schwangerschaft vorliegt, wird die Östrogen- und Progesteron-Medikation bis etwa zum dritten Monat der Schwangerschaft fortgesetzt. Während der gesamten Behandlungsdauer wird die Leihmutter von einem Arzt kontrolliert, um zu gewährleisten, dass die Arzneimengen und -wirkungen angemessen sind.
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